Tinnitus Ursachen und Auslöser von Tinnitus (Ohrgeräusche)

Tinnitus bezeichnet wahrgenommene Geräusche im Innenohr, die es nicht gibt. Das Gehirn spielt dem Körper einen Streich und der Betroffene nimmt ein pfeifen, quietschen, heulen oder andere Geräusche dauerhaft wahr. Tinnitus vergeht nicht beim Einschlafen, nicht beim Aufwachen und ist nur sehr selten heilbar. Meistens begleitet der Tinnitus die Menschen über Jahre hinweg. Unschön, nervig und kann ein leichtes Nervenkostüm verursachen.

Woher kommen die Tinnitus Ursachen?

Es gibt viele Ursachen, die einen Tinnitus verursachen können. Zum einen sind dies Entzündungen des Gehörganges, die lange andauern oder chronisch werden. Auch verstopfte Ohren (Propfen Ohrenschmalz im Gehörgang) können Geräusche auslösen.

Mittelohrentzündungen und andere Infekte, zum Beispiel Borrelliose (wird meistens durch Zecken übertragen) können als Ursache ebenfalls genannt werden. Ein Hörsturz (oft ausgelöst durch anhaltenden Stress) ist sehr oft die Ursache für Ohrgeräusche. Leider wird dieser danach oft chronisch weil sich die wenigsten Betroffenen, die einen Hörsturz erlitten haben, danach ausreichend schonen.

Tinnitus Ursachen können auch durch Unfälle beim Tauchen passieren, wenn ein Taucher beispielsweise zu tief hinab taucht und kein Druckausgleich mehr stattfinden kann oder aber wenn ein Taucher zu schnell hoch steigt. Beides strapaziert die Ohren sehr und kann Geräusche im Ohr verursachen.

Bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel das Antihistaminika Loratadin, sind ebenfalls nachgewiesene Indikatoren für Tinnitus Ursachen. Meistens gehen die Geräusche nach Abbruch der Einnahme wieder weg, hin und wieder bleiben sie jedoch bestehen.

Folgeschäden bei Tinnitus

Auch wenn die Tinnitus Ursachen geklärt wurden kann es sein, dass die Ohrgeräusche ein Leben lang bestehen bleiben. Daher kann es zu Folgeerkrankungen wie Insomnie oder Depressionen kommen. Auch Angstzustände und eine Arbeitsunfähigkeit können dauerhaft entwickelt werden.

Wenn das Geräusch im Kopf immer da ist, immer nervt und nie verschwindet, ist das für die Betroffenen in der Regel sehr anstrengend und oft kaum auszuhalten. Bei manchen Menschen ist der Leidensdruck so groß, dass sie sich in den Suizid stürzen.

Das muss jedoch nicht sein. Es gibt viele Therapien und Selbsthilfegruppen, bei der Betroffene ihr Leiden mindern können. Manchmal hilft zum Beispiel eine Musiktherapie oder bewusstes Malen, da hier die Fokussierung auf andere Dinge gelenkt wird als auf den störenden Tinnitus. Etwa 2 – 3 Prozent der Weltbevölkerung sind dauerhaft von einem Tinnitus beeinträchtigt.